Vom 13. bis 17. April 2026 hatten wir, Frau Goronzy und Frau Seeliger-Freche, die Gelegenheit, im Rahmen eines Erasmus+-Job-Shadowings das I.E.S. San Álvaro in Córdoba zu besuchen. Diese Hospitation ermöglichte uns wertvolle Einblicke in ein anderes Schulsystem und das Kennenlernen pädagogischer Ansätze der spanischen Lehrkräfte.
Die Schule im Überblick
Das I.E.S. San Álvaro ist eine Sekundarschule mit besonderem Schwerpunkt auf Gesundheits- und Pflegeberufen. Die Schule kombiniert die allgemeinbildende Sekundarstufe I und II mit berufsbildenden Angeboten und bietet Abschlüsse in Bereichen wie Pflege, Radiologie und Pharmazie an. Besonders beeindruckend war die Vielfalt der Bildungswege: Schülerinnen und Schüler können parallel allgemeinbildende und berufliche Abschlüsse erwerben.
Differenzierung und Inklusion
Ein zentraler Fokus unserer Hospitation lag auf Differenzierungs- und Inklusionsmaßnahmen. Die Schule arbeitet mit äußerer Differenzierung durch Klassenteilung, um kleinere Gruppen zu schaffen. Eine Förderschullehrkraft betreut etwa 24 Kinder mit besonderem Förderbedarf. Die Schule steht vor ähnlichen Herausforderungen wie wir: Schülerinnen und Schüler kommen aus Familien unterschiedlicher sozioökonomischer Verhältnisse, zeigen verschieden sozial-emotionales Verhalten und Kinder mit unterschiedlichen Migrationshintergründen werden integriert.
Unsere Erkenntnisse
Wir beobachteten engagierte Lehrkräfte, die ein positives Schüler-Lehrer-Verhältnis pflegen. Besonders inspirierend waren außerschulische Angebote wie Schach-Clubs mit Wettbewerbsteilnahme, Erasmus+-Austauschprogramme und ein Musical-Projekt. Die Schule setzt stark auf Werte wie Zusammenarbeit und Frieden – sichtbar durch kreative Wandgestaltungen mit Botschaften wie "Juntos por la paz" (Gemeinsam für den Frieden).
Ausblick
Diese Erfahrung ermöglicht uns, bewährte Praktiken in unseren Schulalltag zu integrieren und unsere eigenen Methoden zu reflektieren. Der interkulturelle Austausch hat uns gezeigt, dass trotz unterschiedlicher Systeme viele pädagogische Herausforderungen universal sind.
